Notbetreuung ist mehr als Aufsicht mit Abstand.

Ulli wurde in der Pandemie in der Notbetreuung eines Gymnasiums eingesetzt und berichtete uns davon wie die Situation für die Betreuungskräfte dort noch vor wenigen Wochen war: Seit zwei Monaten übernehme ich auf Anweisung des Ministeriums für Schule und Bildung meines Bundeslandes gemeinsam mit meinem Kollegen und einigen Honorarkräften die Notbetreuung an dem Gymnasium, an […]

Bis heute haben wir von unseren Arbeitgeber keine Würdigung unserer Arbeit bekommen

An Kikis Arbeitsplatz, in einem Tagestreff für obdachlose Menschen, wurden die Mitarbeiter*innen beim Selbstschutz in der Pandemie weitestgehend sich selbst überlassen: Als studierte*r Sozialarbeiter*in absolviere ich derzeit mein Anerkennungsjahr in einem Tagestreff.Mit unserer Einrichtung bieten wir obdachlosen Menschen eine Grundversorgung (Ernährung, Hygiene, Schutzraum) an. Auch während der Corona-Pandemie haben wir unser Angebot weitestgehend aufrecht erhalten […]

Schließung der Behörden als doppelte Barriere

Kelly arbeitet in der Beratung für Menschen mit Hörschädigung und berichtet aus dem Beratungsalltag: In der Beratung mit gehörlosen Klient*innen, die nicht telefonieren und weniger gut Formulare verstehen können, sondern auf den persönlichen Kontakt angewiesen sind, stellen sich die Schließungen der Behörden als doppelte Barriere heraus. Persönlicher Antrag auf ALG I bei der Arbeitsagentur mit […]

Seminare können gar nicht stattfinden

Nicki studiert aktuell Soziale Arbeit und berichtet uns davon, wie sich Corona auf das Studium ausgewirkt hat: Als Student*in der Sozialen Arbeit erlebe auch ich Veränderungen durch die Corona Pandemie. Unsere Vorlesungen können, wie auch bei anderen Studierenden, nur online durchgeführt werden. Dadurch gehen wichtige Bestandteile der Seminare, wie intensive Diskussionsrunden, verloren. Der Austausch untereinander […]

Wir sind systemrelevant und die Verlierer.

Dominique studiert und arbeitet gleichzeitig in einer Wohngruppe der stationären Jugendhilfe. Was auch diese Kombination im Lockdown bedeutet erfahrt Ihr in diesem Bericht: Die Arbeit in der stationären Jugendhilfe wurde durch Corona massiv erschwert.Die Rahmenbedingungen haben sich insofern geändert, dass nur noch 24 Stundendienste (alleine) gearbeitet werden um Stunden zu sparen. Der fehlende Tagdienst führt […]

Tagebuch einer rechtlichen Betreuerin: Teil 2

Conny hat uns noch einmal in den Alltag der rechtlichen Betreuung mitgenommen und am Beispiel eines Falls auch berichtet, welche Schwierigkeiten die Pandemie hier mit sich bringt: Alles Peanuts, oder was? – Wer braucht schon einen rechtlichen Betreuer? PrologIn seinem früheren Leben hatte Herr Meissner eine (fast) ganz normale Familie mit Frau und Kindern. Er […]

Tagebuch einer rechtlichen Betreuerin: Teil 1

Conny hat uns vom Alltag in der rechtlichen Betreuung vor der Corona-Pandemie erzählt und einen Eindruck vermittelt, wie das alles ohne Virus im Job ablief. PrologHey, Corona! – Who comes? Im Fernsehen sah ich in der ZDF-Mediathek vor einigen Monaten die Serie „SlØborn“, die davon erzählte, wie ein hochansteckendes Virus sich auf der Welt verbreitete, […]

Wir sind Medizin, Raumpflege, Psychologie und Polizei in einer Person.

Lin fühlt sich bei der Arbeit in einer Wohngruppe von der Führungsebene allein gelassen, nicht nur in der Corona-Zeit: Ich arbeite seit drei Jahren in einer großen Wohngruppe (Heim). Ich bin gelernte*r Sozialpädagog*in und arbeite als Bezugsbetreuer*in mit den Jugendlichen. Wir erleben starken finanziellen Druck, der immer nach unten weiter gegeben wird.Da die Stimmung im […]

Was die Pandemie für unseren Arbeitsalltag bedeutet

Dani hat für uns zusammengefasst, was die Pandemie für den Arbeitsalltag in einer Jugendwohngruppe für Auswirkungen hat: Ich arbeite in der vollstationären Kinder- und Jugendhilfe. Genauer gesagt, in einer Jungenwohngruppe, in welcher in der Regel acht Jungen im Alter von 8-15 Jahren leben. Dass unser Arbeitsfeld auch ohne Pandemie unter beispielsweise dem Schichtdienst und dem […]

Behandlungsabbrüche und Hilfen ohne Anschluss

Marian arbeitet in einer psychiatrischen Klinik und berichtet aus der Abteilung für Abhängkeitserkrankungen von erschwerten Vermittlungen während der Pandemie: Ich arbeite als Sozialarbeiter*in auf einer psychiatrischen Station und unterstütze dort jeden Tag Menschen mit verschiedenen Abhängigkeitserkrankungen. Unsere Arbeit ist sowieso schon sehr anspruchsvoll, aber während der Pandemie konnte ich meinen Job nicht mehr vernünftig ausführen. […]